Yoga & Frieden
Du bist herzlich willkommen
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen zum Yoga.
Manche möchten ihrem Körper etwas Gutes tun, andere suchen nach innerer Ruhe und Sinn.
Jeder Mensch darf seinen eigenen Anfang haben.
Auf dieser Webseite möchten wir darüber hinaus dazu einladen, die ganzheitliche Praxis des Yoga kennenzulernen.
Denn manchmal beginnt die größte Veränderung mit einer neuen Sicht auf das, was unserem Leben wirklich Frieden schenkt.
Diese Seite zum Thema Frieden möchte Menschen verbinden und eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Glaubenswelten bauen.
Sie erzählt auch meine persönliche Geschichte: Wie mich die ganzheitliche Erfahrung mit Yoga auf eine tiefere Suche geführt hat und wie ich dabei erfahren durfte, dass der bleibende Frieden, nach dem ich mich gesehnt habe, seine tiefste Quelle in Gottes Liebe und Gnade und in der Beziehung zu Jesus Christus hat.
Meine Hoffnung ist, dass daraus ein Raum entsteht, in dem Menschen einander mit Offenheit begegnen, voneinander lernen und vielleicht entdecken können, was uns über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg miteinander verbindet.
Dabei möchte ich auch dazu einladen, vertraute Gedanken und Texte einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wie bei einer Figur im Museum, die man erst vollständig erkennt, wenn man sie aus verschiedenen Richtungen betrachtet, können neue Blickwinkel manchmal Seiten sichtbar machen, die wir bisher noch nicht wahrgenommen haben. Auch biblische Worte können uns neu begegnen, wenn wir sie mit unseren heutigen Erfahrungen und Fragen ins Gespräch bringen.
Yoga kann als körperliche und meditative Praxis dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, still zu werden und diesen Frieden selbst zu erfahren. Schon ein einziger Augenblick dieser tiefen Zufriedenheit kann uns daran erinnern, dass es im Leben um mehr geht als um das, was die materielle Welt uns geben kann.
Ich glaube, genau diese Erfahrung kann Menschen berühren, unabhängig davon, ob sie zunächst wegen ihres Rückens oder wegen der großen Fragen des Lebens auf diese Webseite gekommen sind.

Die Tiefe des Yoga erleben
Ursprünglich war Yoga weit mehr als eine Methode, um den Körper beweglich und gesund zu halten. Es war ein Weg, Körper und Geist in Einklang zu bringen.
Die Körperhaltungen und die bewusste Arbeit mit dem Atem dienten dazu, den Menschen körperlich und geistig zu sammeln und auf die Stille der Meditation vorzubereiten.
In dieser Stille kann ein Raum entstehen, in dem Frieden, Klarheit und Verbundenheit erfahrbar werden.
Eine alte Weisheit aus der indischen Tradition beschreibt diese innere Ausrichtung:
„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“
„Mögen alle Wesen glücklich und frei sein und möge ich mit meinen Gedanken, Worten und Handlungen auf bestmögliche Weise dazu beitragen.“
Diese Worte erinnern daran, dass unser eigenes Wohl untrennbar mit dem Wohl anderer verbunden ist.


Frieden beginnt im Herzen des Einzelnen und kann von dort in die Welt hineinwirken.
„Wir Menschen sind wie Musikinstrumente – unsere Resonanz hängt davon ab, wer uns berührt.“
Lass dich berühren von Weisheit und finde einen Raum der Stille, in dem Frieden wachsen darf – für dich und für die Menschen um dich herum.

Yoga als innere Schatzsuche verstehen
Die längste Reise eines Menschen ist oft die Reise nach innen.
Yoga lädt dazu ein, bewusster wahrzunehmen, was in uns lebendig ist, und die eigene innere Tiefe Schritt für Schritt zu entdecken.
Mit der Zeit kann auf diesem Weg eine Erfahrung wachsen:
Frieden darf meinen Körper erfüllen.
Frieden darf mein Herz berühren und meine Liebe weiten.
Frieden kann in mir wachsen, in meinen Begegnungen sichtbar werden und in die Welt hinauswirken.
Ein tiefer Frieden darf mein Leben begleiten.
Yoga als Lebenshaltung
Yoga kann weit über die Zeit auf der Matte hinaus wirken. Es lädt dazu ein, den Alltag bewusster zu leben und immer wieder zu einer inneren Haltung von Frieden, Achtsamkeit und Verbundenheit zurückzukehren.
Was wir mit Bewusstheit und Liebe tun, kann nicht nur unser eigenes Leben verändern, sondern auch unsere Umgebung berühren.
Schon eine kleine Geste der Freundlichkeit kann eine Welle des Guten in Bewegung setzen.
Für mich geht es im Yoga um Harmonie, Gleichgewicht und die Suche nach tieferer Weisheit.
Für viele alte Meister lag der Sinn des Lebens nicht in äußeren Dingen oder in der Bestätigung durch andere Menschen, sondern in der Verbindung mit einer tieferen Wirklichkeit.
Wenn Frieden im eigenen Herzen wachsen darf, kann er auch nach außen wirken – in unseren Beziehungen, in unserem Umgang mit der Welt und in unserem täglichen Handeln.
Harmonie im Inneren kann zu mehr Harmonie im Außen führen.


Frieden auch in schweren Zeiten spüren?
Kennst du das auch? Manchmal erleben wir Momente voller Freude, Leichtigkeit und innerem Frieden. Doch dann verändert sich etwas im Leben und dieses Gefühl scheint wieder zu verschwinden.
Dieser Frieden ist stark mit unseren äußeren Umständen verbunden. Wenn alles gut läuft, fällt es uns leicht, glücklich und zufrieden zu sein. Doch Herausforderungen, Sorgen oder Veränderungen können dieses Gefühl schnell wieder erschüttern.
Es ist ein Frieden, der kommt und geht – wie ein Blatt im Wind.
So erleben viele Menschen ein ständiges Auf und Ab und fühlen sich von den Ereignissen des Lebens bewegt.
Wenn wir nach einer tieferen und beständigeren Freude suchen, lohnt es sich, weiter zu schauen.
Yoga ist vielseitig und für alle da.
Yoga kann Menschen unabhängig von ihrer Religion, ihrem Glauben oder ihrer persönlichen Lebensgeschichte begleiten.
Die Sehnsucht nach Frieden, Liebe und einem tieferen Sinn verbindet viele Menschen miteinander. Yoga lädt dazu ein, innezuhalten, bewusster wahrzunehmen und sich für die tieferen Fragen des Lebens zu öffnen.
Manche Menschen kommen zunächst, um ihrem Körper etwas Gutes zu tun, beweglicher zu werden oder Ruhe im Alltag zu finden. Andere suchen nach tieferen Zusammenhängen und einer bewussteren Ausrichtung ihres Lebens.
Jeder Mensch darf dort beginnen, wo er gerade steht.
In diesem Bereich unserer Webseite möchten wir tiefer in die ursprüngliche Weisheit des Yoga eintauchen und Gedanken teilen, die über die reine Körperpraxis hinausgehen.
Vieles können Worte erklären. Manches darf jeder Mensch für sich selbst entdecken – in der Stille, in der Meditation und in der eigenen Erfahrung.

Yoga ist einladend wie ein Meer im Urlaub
Yoga lädt uns ein, so einzutauchen, wie es für uns gerade passend ist.
Wie bei einem Meer im Urlaub können wir vorne im flachen Wasser die Wellen genießen, uns bewegen und erste Erfahrungen sammeln.
Gleichzeitig lädt uns das Meer auch dazu ein, tiefer zu tauchen und die Schönheit zu entdecken, die unter der Oberfläche verborgen liegt.
Wer sich auf diese innere Reise begibt, kann mit der Zeit wertvolle Einsichten und Weisheit entdecken.
Um der Frage nachzugehen, wie wir auch in schweren Zeiten einen tieferen Frieden finden können, lohnt es sich, noch etwas tiefer zu schauen.

Eine der bekanntesten Weisheiten des Yoga
Viele Erkenntnisse wurden im Yoga auch durch anschauliche Bilder und Gleichnisse weitergegeben. Eines der bekanntesten ist das Wagenlenker-Gleichnis aus der Katha-Upanishad.
Es beschreibt den Menschen wie einen Wagen:
- Der Wagen steht für den Körper.
- Die fünf Pferde symbolisieren unsere Sinne, durch die wir die Welt wahrnehmen.
- Die Zügel stehen für unsere Gedanken.
- Der Wagenlenker steht für unseren Verstand und unsere Fähigkeit, bewusst zu entscheiden.
- Der Wagenbesitzer erinnert daran, dass der Mensch mehr ist als nur sein Körper, seine Gedanken oder seine Gefühle.
- Der Weg steht für die vielen Eindrücke und Erfahrungen des Lebens.
Die Kernaussage dieses Gleichnisses lautet:
Sind unsere Sinne ungeordnet und unser Denken unruhig, verlieren wir leicht die Orientierung. Wachsen dagegen Achtsamkeit, Klarheit und Besonnenheit, können wir bewusster handeln und inneren Frieden finden.
So lädt uns das ursprüngliche Yoga dazu ein, Körper, Geist und innere Ausrichtung immer wieder in Einklang zu bringen.

Die Suche des Menschen und eine größere Perspektive
Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert. Freude und Leid, Gesundheit und Krankheit, Anfang und Abschied gehören zum Leben.
Wenn wir auch in den Stürmen des Lebens Frieden finden möchten, brauchen wir eine größere Perspektive – eine Hoffnung, die über die Vergänglichkeit hinausreicht, und einen Halt, der Bestand hat.
Diese Sehnsucht begleitet die Menschen seit jeher. Tief im Herzen bewegt viele die Frage, ob das Sichtbare wirklich alles ist oder ob es eine Wirklichkeit gibt, die größer ist als wir selbst.
Viele Menschen berichten von einer Erfahrung, die sich nur schwer in Worte fassen lässt: einer Liebe und einem Frieden, die größer sind als das, was die äußeren Umstände schenken können.
Für mich weist diese Erfahrung auf Gott hin – den Schöpfer, der allen Menschen mit unendlicher Liebe begegnet.
Auf der Suche nach Antworten sind im Laufe der Geschichte unterschiedliche Kulturen, Religionen und Weisheitstraditionen entstanden. Sie zeigen, wie tief die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit, Frieden und dem Ursprung des Lebens ist.
Wenn wir wirklichen Frieden suchen, lohnt es sich, einander zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Nicht jede Überzeugung ist gleich, doch wir können einander mit Respekt begegnen und gemeinsam nach Wahrheit suchen.
Gott liebt alle seine Kinder, so wie Eltern ihre Kinder lieben und beschützen.
Schon ein einziger Augenblick dieser großen Liebe und dieses Friedens kann kostbarer sein als alles, was die materielle Welt uns geben kann.


Die fünf Weisen und der Elefant
Eine alte Weisheitsgeschichte erzählt von fünf blinden Gelehrten, die von ihrem König den Auftrag erhielten, herauszufinden, was ein Elefant ist.
Als sie vor dem Tier standen, versuchte jeder von ihnen, den Elefanten allein durch Tasten zu erkennen.
Als sie zu ihrem König zurückkehrten, sollten sie ihm von ihren Erfahrungen berichten.
Der erste Gelehrte hatte den Rüssel berührt und sagte:
„Ein Elefant ist wie ein kräftiger Arm.“
Der zweite hatte das Ohr ertastet und meinte:
„Nein, ein Elefant ist wie ein großer Fächer.“
Der dritte hatte ein Bein berührt und sagte:
„Ein Elefant gleicht einer mächtigen Säule.“
Der vierte hatte den Schwanz ertastet und sprach:
„Ein Elefant ist wie ein Seil mit einigen Haaren am Ende.“
Der fünfte hatte den Rumpf berührt und berichtete:
„Ein Elefant ist wie eine große, feste Masse mit Rundungen und Borsten.“
Die Gelehrten hatten nun alle etwas anderes beschrieben und sie befürchteten, den Auftrag ihres Königs nicht erfüllt zu haben.

Der große Baum der Weisheit
Doch der König lächelte weise und sprach:
„Ich danke euch. Jeder von euch hat einen Teil des Elefanten erkannt.
Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein kräftiger Arm ist,
mit Ohren, die wie große Fächer sind,
mit Beinen, die wie starke Säulen sind,
mit einem Schwanz, der einem Seil mit einigen Haaren daran gleicht,
und mit einem großen Körper voller Rundungen und Borsten.
Jeder von euch hat etwas Wahres erkannt – und doch hat keiner von euch den ganzen Elefanten gesehen.“
Das Gleichnis erinnert daran, dass unsere menschliche Wahrnehmung begrenzt ist. Gerade bei den großen Fragen des Lebens brauchen wir deshalb Demut, Offenheit und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.
Am großen „Baum der Weisheit“ hängen viele verschiedene Früchte. Jede Kultur, jede Zeit und jede Tradition hat ihre eigenen Erfahrungen, Geschichten und Zugänge entwickelt, die Menschen auf ihrer Suche nach Wahrheit, Frieden und Sinn geprägt haben.
Das bedeutet nicht, dass alle Menschen zu denselben Antworten kommen müssen. Es lädt vielmehr dazu ein, einander respektvoll zuzuhören und die Würde des anderen zu achten.
Denn Frieden wächst dort, wo Menschen nicht nur auf das schauen, was sie trennt, sondern auch das Verbindende erkennen: die Sehnsucht nach Liebe, Wahrheit und einem tieferen Frieden.
Die Liebe ist das Größte
Auch die Bibel kann uns auf unserer Suche immer wieder neu begegnen. Vertraute Worte können, je nachdem, wo wir gerade im Leben stehen, neue Seiten sichtbar machen und uns auf unterschiedliche Weise ansprechen.
Im 1. Korintherbrief (13,9–13) schreibt Paulus, dass unser Wissen und unser Erkennen nur Stückwerk sind. Wir sehen und verstehen vieles nur unvollständig.
Doch über allem bleibt etwas bestehen:
Glaube, Hoffnung und Liebe.
Und Paulus schreibt:
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Diese Liebe ist mehr als nur ein Gefühl. Sie beschreibt eine tiefe Wirklichkeit, die verbindet, trägt und über das Vergängliche hinausweist.

Eigentlich ist es ganz einfach
Nach all den Fragen über Wahrheit, Weisheit und Erkenntnis kommen wir zu dem, was im Leben am tiefsten trägt: die Liebe.
Jesus hat immer wieder gezeigt, dass Gottes Nähe nicht zuerst von Wissen oder Leistung abhängt, sondern von einem offenen Herzen.
Als Menschen Kinder zu ihm brachten, nahm er sie in seine Arme und segnete sie.
Jesus sagte:
„Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“
(Markus 10,15 – Die Segnung der Kinder)
Damit meinte Jesus keine Naivität. Er sprach von einer Haltung des Vertrauens, der Annahme und der Liebe.
Ein Kind muss sich Liebe nicht verdienen. Es darf sie empfangen.
Vielleicht liegt darin eine der tiefsten Wahrheiten des Lebens: Wir müssen nicht alles vollkommen verstehen, bevor wir uns für Gottes Liebe öffnen dürfen.
Der Verstand kann Menschen helfen. Er kann von Gott sprechen, über Gott nachdenken, Theologie studieren und sich eine Vorstellung machen. Aber die unmittelbare Erfahrung des Göttlichen beginnt dort, wo der Mensch still wird und sich Gott innerlich öffnet.
Der Verstand kann bis an die Tür führen. Die Meditation, Hingabe und das Vertrauen hilft, durch diese Tür hindurchzugehen.
Glaube braucht Wissen, aber Wissen allein wird noch nicht zu Erfahrung. Der Glaube darf auch vom Kopf ins Herz gelangen.

Die Suche nach Frieden führt zur Quelle
Je mehr ich mich mit der ursprünglichen Ganzheitlichkeit des Yoga beschäftigte, desto mehr wurde mir bewusst, dass es dabei um weit mehr geht als um körperliche Gesundheit.
Yoga lud mich ein, nicht nur meinen Körper zu bewegen, sondern auch zur Ruhe zu kommen, still zu werden und den tieferen Fragen des Lebens Raum zu geben.
Die Meditation wurde für mich zu einer wertvollen Erfahrung. Sie half mir, den Atem bewusster wahrzunehmen, Gedanken loszulassen und innerlich klarer zu werden.
Doch mit der Zeit merkte ich auch, dass aus der Freude an der Übung ein neuer Leistungsdruck entstehen konnte.
Ich wollte regelmäßig meditieren, Fortschritte machen und den inneren Frieden festhalten. Wenn mir das im hektischen Alltag nicht gelang, hatte ich manchmal sogar ein schlechtes Gewissen.
Auf meiner Suche nach einem Frieden, der nicht nur von äußeren Umständen abhängig ist, stellte ich mir schließlich eine entscheidende Frage:
Wer reicht mir die Hand, wenn meine eigene Kraft nicht ausreicht?
Dabei erinnerte ich mich an Worte von Jesus:
„Frieden hinterlasse ich euch. Meinen Frieden gebe ich euch.“
(Johannes 14,27)
Plötzlich verstand ich etwas:
Diesen Frieden muss ich mir nicht verdienen. Er ist ein Geschenk.
Die Liebe Gottes als Geschenk
Für mich wurde an diesem Punkt deutlich, warum Jesus Christus für meinen Glauben eine so zentrale Bedeutung hat.
Jesus ist für mich der Mittelpunkt und nicht nur ein weiser Lehrer oder ein Vorbild von vielen. Ich glaube, dass Gott uns in Jesus seine ganze Liebe entgegengebracht und uns durch sein vollkommenes Erlösungswerk etwas geschenkt hat, was wir aus eigener Kraft niemals hätten erreichen können.
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)
Seine Liebe geht unserem Bemühen voraus.
Wir müssen uns Gottes Nähe nicht erst verdienen.
Wir dürfen sie annehmen.
Diese Erkenntnis hat mein Verständnis von Gnade verändert.
Nicht Leistung führt in die Beziehung zu Gott. Die Beziehung ist das Geschenk, aus dem alles andere wachsen darf.
Wie Eltern ihr Kind nicht wegen seiner Leistung lieben, sondern weil es ihr Kind ist, so habe ich Gottes Liebe immer mehr verstanden.
Aus dieser Annahme wachsen Dankbarkeit, Vertrauen und die Bereitschaft, selbst liebevoll zu handeln.

Yoga und Meditation als hilfreiche Praxis
Wenn Gottes Liebe ein Geschenk ist, stellt sich eine berechtigte Frage:
Wozu brauchen wir dann überhaupt noch Yoga und Meditation?
Für mich lautet die Antwort:
Yoga ist nicht die Quelle des Friedens, aber es kann helfen:
Es hilft dem Körper, sich zu entspannen.
Es hilft dem Atem, ruhiger zu werden.
Es hilft dem Geist, klarer zu werden.
Meditation verstehe ich als eine Zeit der bewussten Sammlung.
Meditation bedeutet bei uns nicht das Leeren des Geistes oder das Auflösen der eigenen Persönlichkeit. Meditation hat bei uns auch nichts mit einem unbewussten oder schläfrigen Zustand zu tun, sondern mit bewusster Konzentration und Entspannung.
Konzentration bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Sache zu richten. Meditation ist eine Form dieser Konzentration, bei der sich die Aufmerksamkeit auf Gott richtet. Die Gedanken des Alltags dürfen dabei allmählich zur Ruhe kommen, sodass wir innerlich still werden und uns für den göttlichen Frieden öffnen können.
Dadurch kann ein Raum entstehen, in dem wir uns bewusster für Gottes Liebe öffnen und seinen Frieden empfangen.
Wir meditieren nicht, um etwas zu werden oder etwas zu erreichen. Wir meditieren, weil wir in der Stille erfahren können, was längst da ist: Gottes Gegenwart, Frieden und Liebe...

...Natürlich braucht es dafür auch Disziplin, denn neue Gewohnheiten entstehen nicht von selbst.
Das erinnert mich an das Bogenschießen:
Zuerst braucht es Kraft, um den Bogen zu spannen.
Doch wenn der Pfeil sein Ziel erreichen soll, kommt der entscheidende Moment:
Man muss loslassen.
Würden wir den Bogen immer weiter gespannt halten, würden unsere Arme irgendwann zittern und wir würden das Ziel verfehlen.
So habe ich auch den geistlichen Weg erlebt.
Die Übung hilft mir, mein Herz auszurichten.
Doch Frieden wächst nicht durch immer größere Anstrengung - Er wächst dort, wo Vertrauen beginnt.
Erst kommt die Beziehung.
Daraus darf alles andere wachsen.
Seitdem hat Yoga für mich einen neuen Platz bekommen.
Nicht als Weg, mir Gottes Liebe zu verdienen.
Sondern als wertvolle Hilfe, still zu werden und mich für den Frieden zu öffnen, den Gott schenkt.
Im Prinzip hilft Meditation ganz praktisch in 3 Schritten den Frieden zu erleben:
1. still werden,
2. in sich schauen,
3. und das Herz öffnen für die Liebe Gottes.
So finden wir es auch in einigen christlichen Liedern wieder:


Mit Yoga wieder ins Herzgefühl kommen
Die meisten Menschen kennen diese Erfahrung bereits aus ihrem eigenen Leben.
Stell dir eine liebevolle Partnerschaft vor.
Zwei Menschen lieben sich von Herzen.
Und trotzdem kann es vorkommen, dass sie sich kaum noch wirklich begegnen.
Nicht weil die Liebe verschwunden wäre.
Sondern weil Stress, Termine, Sorgen und die vielen Gedanken des Alltags immer mehr Raum einnehmen.
Man funktioniert nur noch.
Die Aufmerksamkeit richtet sich ständig auf das Nächste, das erledigt werden muss.
Für die Beziehung bleibt kaum noch Zeit.
Ähnlich erlebe ich es auch im Glauben.
Nicht weil Gott fern wäre.
Sondern weil wir Menschen oft so beschäftigt sind, dass wir seine Gegenwart kaum noch wahrnehmen.
Yoga und Meditation können helfen, diesen Lärm Schritt für Schritt leiser werden zu lassen.
Sie führen uns zurück in die Stille.
Zur Aufmerksamkeit.
Zum Herzen.
Im Gebet sprechen wir zu Gott.
In der Meditation lernen wir, still zu werden und zuzuhören.
Gott schenkt uns seine Liebe.
Ein Geschenk möchte auch angenommen werden.
Je stiller unser Herz wird, desto bewusster können wir den Frieden wahrnehmen, den Gott uns schenken möchte.
Vom inneren Frieden zum gelebten Frieden
Bewahre die friedvollen Nachwirkungen der Meditation auch während des Tages.
Der Frieden, den wir in der Stille erfahren, möchte weiterfließen.
In unsere Familien.
In unsere Freundschaften.
In unsere Arbeit.
In unsere Nachbarschaft.
Wenn unser Herz zur Ruhe kommt, verändert sich oft auch unser Blick auf andere Menschen.
Geduld wächst.
Mitgefühl wächst.
Vergebung wird möglich.
Aus innerem Frieden kann gelebter Frieden werden.
Vielleicht beginnt genau dort die Veränderung unserer Welt.
Nicht zuerst im Großen.
Sondern im Herzen jedes einzelnen Menschen.
Hier noch ein Gebet für unsere Welt

Gott, Quelle allen Lebens und aller Liebe, wir Menschen auf dieser Erde halten für einen Moment inne.
Inmitten von Lärm, Sorgen und Konflikten suchen wir Deine Nähe.
Wir bitten Dich um Frieden. Frieden in unseren Ländern. Frieden in unseren Städten. Frieden in unseren Familien und Frieden in unseren Herzen.
Berühre die Herzen der Menschen, damit Verständnis wächst, wo heute noch Misstrauen ist.
Lass Mitgefühl entstehen, wo Menschen einander gegenüberstehen statt füreinander da zu sein. Schenke den Verantwortlichen in dieser Welt Weisheit, Klarheit und ein offenes Herz, damit ihre Entscheidungen dem Leben und dem Wohl aller dienen.
Schütze die Schwachen, tröste die Ängstlichen, stärke die Hoffnung derer, die gerade keinen Ausweg sehen.
Und erinnere uns daran, dass wir alle Teil einer Menschheitsfamilie sind.
Lass uns Brücken bauen, Verständnis schenken und Liebe leben.
Möge Frieden auf dieser Erde wachsen.
Möge Ruhe in die Herzen der Menschen einkehren.
Möge Deine Liebe uns alle verbinden.
„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.“ (Philipper 4, Vers 7)
Amen
Erlebe es selbst in unserem Kurs

Stuhl-Yoga & Meditation – Bewegung, Atem und Stille / Ein Raum, in dem Frieden wachsen darf.
Als ich vor vielen Jahren mit Yoga begonnen habe, ging es mir zunächst wie vielen anderen: Ich wollte meinem Körper etwas Gutes tun. Erst mit der Zeit habe ich entdeckt, dass Yoga viel mehr sein kann. Im klassischen Yoga bereiten die Übungen den Körper und den Geist auf die Meditation vor.
Dort beginnt für mich ein Raum der Stille, in dem innerer Frieden und eine tiefere Verbundenheit mit dem Leben erfahrbar werden.
Genau das möchte ich in diesen Stunden weitergeben.
Es geht um ein ruhiges und gelenkschonendes Bewegungs- und Entspannungsangebot.
Beim Stuhl-Yoga praktizieren wir einfache Auflockerungs- und Dehnübungen, ergänzt durch sanfte Atemübungen, Muskelentspannung und leichte Rückengymnastik.
Wir beginnen mit einfachen Bewegungen auf dem Stuhl. Sie lösen Verspannungen, fördern die Beweglichkeit und helfen dem Körper, zur Ruhe zu kommen. Mit einem ruhigeren Atem wird oft auch der Geist stiller. Schritt für Schritt entsteht so ein natürlicher Übergang in die Meditation.
Warum mit dem Stuhl?
Viele Menschen verbinden Stuhl-Yoga mit einem Angebot für Senioren. Ich sehe den Stuhl vor allem als eine wertvolle Unterstützung für die Meditation. Die wenigsten von uns können – unabhängig vom Alter – längere Zeit aufrecht, entspannt und schmerzfrei im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Auf dem Stuhl kann der Körper leichter loslassen. Dadurch wird der Atem oft ruhiger und die Aufmerksamkeit richtet sich ganz natürlich nach innen.
Mir geht es deshalb nicht darum, möglichst schwierige Yogaübungen zu zeigen. Mir geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem der Körper loslassen darf und innere Ruhe wachsen kann...
...Einfache, angeleitete Meditationen helfen dabei, den Alltag für eine Weile loszulassen. Sie laden dazu ein, eine Stille zu entdecken, in der wir zur Ruhe kommen können.
Mein Wunsch ist es, einen Raum zu halten, in dem aus Vertrauen und innerer Ruhe tiefer Frieden spürbar wird.
Ein Frieden, den wir mit in unseren Alltag nehmen und der von dort aus auch andere Menschen berühren kann.
Die Stunden werden von ruhiger Musik und Klangschalen begleitet. Kleine Geschichten und Impulse über Weisheit laden dazu ein, nicht nur den Körper zu bewegen, sondern auch das Herz zu öffnen.
Die Stunde ist offen für alle – für Menschen, die ihrem Körper etwas Gutes tun möchten, ebenso wie für alle, die Yoga bisher vor allem körperlich kennengelernt haben und nun tiefer in Meditation und innere Sammlung eintauchen möchten.
Ort und Zeit
Gemeindehaus St. Katharinen
Großer Saal
Katharinenkirchplatz 2
14776 Brandenburg an der Havel
Schnupperstunde: Jeden Montag,
17:15–18:15 Uhr
Bitte bring bequeme Kleidung mit. Die Praxis kann barfuß, mit Socken, Turnschuhen oder sauberen Straßenschuhen durchgeführt werden. Eine Yogamatte wird nicht benötigt.
Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen. Wer den Kurs zunächst kennenlernen möchte, kann jederzeit eine Probestunde besuchen.
Freies Schenken
Die Teilnahme erfolgt nach dem Prinzip des freien Schenkens. Es gibt keinen festen Preis. Wer etwas geben möchte, kann dies freiwillig und aus dem Herzen tun. Jede Gabe hilft dabei, die laufenden Kosten zu tragen und diesen Raum auch in Zukunft zu ermöglichen.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und beantworte gerne alle Fragen.
Christopher Willer
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[Christopher-Willer@web.de]