Weisheiten zum Freien Schenken

Du bist herzlich Willkommen

Du brauchst keine Vorkenntnisse haben oder Yoga-Fremdwörter kennen, um in unseren Kursen dabei sein zu können.

Unser Kurs soll ein Ort sein, der Orientierung schenkt und das zeitlose Wissen des Yoga auf eine einfache, erfahrbare Weise zugänglich macht.

Auf unserer Webseite geben wir darüber hinaus die Möglichkeit, tiefer ins Yogawissen einzutauchen und mehr über die Ursprünge zu erfahren, die das Freie Schenken erklären. 

 

Hier findest du kurze Geschichten, Gleichnisse und die ursprünglichen Quellen:

  • Bhagavad Gita (Bhakti Yoga und Karma Yoga mit Dana und Seva),
  • aus dem Yoga Sutra von Patanjali - Der achtgliedrige Pfad (Yamas/Niyamas)
  • Autobiografie eines Yogi (Paramahansa Yogananda),
  • passende Bibelstellen (aus Korinther und Matthäus),
  • Ubuntu - Philosophie des südlichen Afrikas,
  • aus den Upanishaden und der vedischen Tradition (Vasudhaiva Kutumbakam)

Präsenz und Wachstum 

Freies Schenken ist nicht mehr nur eine Idee.
Es ist verkörpert.
Und genau hier beginnt der eigentliche Weg.

Was geboren wird,
braucht zunächst Halt.

Wachstum braucht Zeit.

Ein Neugeborenes kann sich nicht selbst nähren
und nicht selbst tragen.
Es wächst,
weil jemand da ist:

ruhig, präsent, vertrauend.

So darf auch dieses neue Feld wachsen.

Geduld und Vertrauen

Es ist ein wertvoller Schritt,
ein neues, reines Prinzip zu öffnen.
Doch das ist nur der Anfang.

Der tiefere Schritt ist,
bei dem zu bleiben,
was nicht gleich sichtbar trägt.

Es ist wie bei Saat und Ernte:

Ein Bauer legte einen Samen in die Erde.
Tag für Tag sah er nach.
Nichts war zu sehen.

Der Same arbeitete im Verborgenen:
Er brach auf, schlug Wurzeln
und suchte Halt in der Tiefe.

Hätte der Bauer die Erde geöffnet,
um schneller Gewissheit zu haben,
hätte er das Wachstum zerstört.

Dein ruhiges, geduldiges Dasein ist die Einladung.

Der Same ist gut. Die Erde arbeitet bereits.

Gemeinschaft und Sicherheit

Freies Schenken lebt von Gemeinschaft.
Es ist eingebettet in Hingabe,
in ein größeres Ganzes.

Es entsteht dort,
wo jeder spürt:
Ich bin gemeint. Ich darf dazugehören.

Gemeinschaft wächst,
wenn Menschen sich sicher fühlen.

Sicherheit entsteht dort,
wo Freiheit wirklich gemeint ist.

Es geht darum, weniger festzuhalten und dem Vertrauen mehr Platz zu geben.

Manches braucht Heilung, bevor es sich ganz öffnen kann.

Heilung beginnt,
wenn etwas ehrlich gespürt werden darf.

Wie ein Ufer,
an dem das Wasser sich bewegen darf,
ohne dass das Ufer sich verliert.

Die tiefe Bedeutung von Sterntaler

Das Kind gibt sein Brot.
Dann sein Gewand.
Dann alles, was es noch hat.

Von wem empfängt es den Lohn?

Nicht von dem Mann,
dem es das Brot gab.
Nicht von den Menschen,
denen es begegnete.

Der Segen kommt von oben.
Und doch fällt er
in eine Welt aus Menschen.

Das Göttliche wirkt auch durch die Menschen,
und manchmal auf Wegen,
die wir nicht vorhersehen können.

So wirkt freies Schenken.
Es schließt den Menschen nicht aus,
aber es ist nicht an ihn gebunden.

Was frei gegeben wird,
setzt eine Kette der Liebe in Bewegung.
Manchmal kehrt sie schnell zurück.
Manchmal spät.
Manchmal aus ganz anderer Richtung.

Aber immer zur rechten Zeit.

Der Lehrer und seine Schale

Es wird von einem alten Yogalehrer berichtet, der jeden Morgen seine Matte ausrollte und lehrte – gleich, wie viele Menschen kamen.

Vor ihm stand eine einfache Schale.

Manche legten etwas hinein. Manche nichts. Manche saßen still da und atmeten.

Ein Schüler fragte ihn:

„Meister, warum verlangst du keinen festen Preis?“

Der Lehrer antwortete:

„Wenn ich einen Preis setze, lehre ich für das Geld.

Wenn ich frei lehre, lehre ich für das Leben.“

Und auf die Frage, wovon er lebe, sagte er:

„Von dem, was fließt und vom Vertrauen, dass nichts fehlt,

wenn wir teilen, was wir lieben.“

Manche sagen, dass seine Schale nie leer war –

nicht immer gleich gefüllt, aber immer genug.

Zusammenfassung mit einem Gleichnis

Die Bedeutung vom Gleichnis

 

Der Ozean steht für das ursprüngliche Yoga in seiner ganzen Kraft.
Das Wasser in der Flasche ist jener Teil des Yoga, der den Weg in den Westen gefunden hat.
Der Geschäftsmann verkörpert jene, die Yoga an die materielle Welt angepasst und zur Ware gemacht haben.
Die festen Stundenpreise sind die Glaswände der Flasche.
Der Korken ist das Nichtwissen um das wahre Wesen des Yoga.

Als Yoga begann, als Ware angeboten zu werden, verlor es seine ursprüngliche Weite. Wo gerechnet wird, verengt sich das Feld. Wo gezählt wird, verliert das Unendliche seinen Raum.

Selbst wenn man eine verschlossene Flasche ins Meer zurückwirft, bleibt ihr Inhalt getrennt.

Dieses Bild steht für die Bemühungen der letzten Jahre, Yoga so authentisch wie möglich weiterzugeben und dabei doch innerhalb westlicher Preis- und Marktstrukturen zu bleiben. 

In dem Moment, in dem wir diese Strukturen im Kurs gelöst und das freie Schenken eingeführt haben, hat sich der Korken aus der Flasche gelöst.

Der Raum hat sich geöffnet, in dem sich der Inhalt wieder mit dem Ozean verbinden kann.

Solange der Blick noch an den Wänden der Flasche haftet, bleiben Begrenzungen bestehen. Unsere Chance ist es nun, dem Lauf des Wassers zu folgen und mit ihm in die Weite zu fließen. 

Je mehr wir uns von alten Begrenzungen, Ängsten und Mangel lösen und das freie Schenken mit Großzügigkeit leben, desto mehr wird sich die Weite des Ozeans wieder zeigen. 

Die Einladung für dich

Das Wunder beginnt in dem Moment,
in dem der Mensch aufhört, sich selbst zu begrenzen und damit beginnt zu schenken.

Diese Erfahrungen sind nicht an ein fernes Land gebunden. Die Quelle kennt keine Nationen. Sie unterscheidet nicht zwischen Ost und West. 

Was die alten Yogis erfuhren, war kein Privileg ihrer Herkunft, sondern die Frucht innerer Offenheit.

Der gleiche Frieden,
die gleiche Freude,
die gleiche heilende Kraft
lebt auch in jedem von uns.

Ein einziger Tropfen dieser Freude ist kostbarer als alles, was die materielle Welt jemals versprechen könnte. 

Es ist eine echte Erfahrung, von vielen beschrieben, die bereit waren, ihr Denken weiter werden zu lassen.

Diese Kraft ist immer da. Doch sie zieht sich zurück, wenn man beginnt, sie zu berechnen oder an Bedingungen zu knüpfen. Sie fließt dort am stärksten, wo nichts gefordert wird.

Darum war Yoga ursprünglich nie eine Ware.
Darum war das Schenken frei.
Darum geschahen Wunder – aus innerer Offenheit.

Seid geduldig im Vertrauen. Der Schatz ist real. Das Fundament ist mit dem freien Schenken nun bereitet.

Was wir nun berühren, ist derselbe Strom, aus dem die alten Berichte geboren wurden. Möge unsere Gruppe den Mut finden, offen zu bleiben und die Freude am freien Empfangen und Geben neu zu entdecken.

Dann wird sich zeigen, was Yoga wirklich ist.

Dieses Yoga kann das ganze Leben positiv verändern und mit Freude erfüllen.

Yoga hilft dabei, den Körper gesund zu erhalten und sein Gleichgewicht zu finden. Es endet nicht auf der Matte. Es ist eine Lebenshaltung. Eine stille Kraft, die mitten im Leben wirkt.

Sei innerlich im Frieden verankert
und lass deine Hände in der Welt wirken.

Freies Schenken will erlebt, nicht erklärt werden.

Dieses Bewusstsein wächst nicht durch Worte.
Es wächst durch Erfahrung.

Du bist nun herzlich willkommen diese Tiefe des ursprünglichen Yoga selbst zu erleben.

Wir freuen uns auf dich!

Erfahre selbst jene tiefe, verwandelnde Kraft des ursprünglichen Yoga:
Freude ohne Grund, innere Freiheit, Heilung, Gemeinschaft, die trägt,
und jenes stille Glück, das aus dem Herzen aufsteigt wie eine Quelle, die nie versiegt.

Praktische Anwendung des Wissens und die Quellen

Etwas zu lesen und theoretisch interessant zu finden ist das Eine, aber Weisheit ist, 

wenn man dieses wertvolle Wissen auch in seinem eigenen Leben anwendet und verwirklicht.

In diesem Abschnitt teilen wir unsere Erfahrung, geben Tipps und zeigen was oft falsch verstanden wird.

Freies Schenken funktioniert, aber es ist keine spirituelle Strategie oder ein Geschäftsmodell.

Es ist gelebtes Karma-Yoga (Yoga des selbstlosen Handelns)

ergänzt durch Vertrauen in den Fluss des Lebens.  

Das Gleichnis vom Straßenverkehr

So wie es im Straßenverkehr Regeln und Gesetze gibt, das alles sicher fließen kann, so gibt es auch geistige Gesetzte die wirken. 

Nur weil man sie nicht kennt, heißt das nicht, dass sie weniger wirksam sind. Je mehr wir lernen damit richtig umzugehen, umso erfolgreicher wird sich das Freie Schenken und die damit verbundene Fülle auch im eigenen Leben realisieren lassen.

Der Weg ins Freie Schenken ist ein interessanter Weg mit Höhen und Tiefen. Ein Wechselbad zwischen Vertrauen und Kontrolle. Ein Loslassen von alten Mustern und Glaubenssätzen und die ständige Erinnerung an innere Fülle und Freiheit. 

Diese inneren Bewusstseinsprozesse können sehr intensiv sein und es erfordert ein Feintuning und Neuausrichtung um wirklich im Freien Schenken anzukommen und sattelfest zu werden.

Ich möchte, dass meine Leser und Teilnehmer spüren können, dass dieses Freie Schenken kein Geschäftsmodell ist, sondern ein gemeinsames Feld, das seine Wurzeln in den alten Yogaweisheiten gründet.

Es ist wie im Straßenverkehr. Zunächst braucht es etwas Übung, aber dann hat man eine neue Freiheit, die man nicht mehr missen möchte.

Wir begleiten dich gerne geduldig dabei wie ein Fahrlehrer.

Welche geistigen Gesetze wirken?

Das richtige Anwenden der geistigen Gesetzte ist auch die Grundlage für das moralische Fundament des Yoga. 

Sie dienen als zeitloser Lebenskompass, um durch Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit und Selbstreflexion ein harmonisches Leben im Einklang mit sich selbst und der Umwelt zu führen.

Freies Schenken wirkt primär nach dem Gesetz von Karma (Handeln ohne Anhaftung)
und nicht nach dem populären Resonanzgesetz („ich gebe, damit ich bekomme“).

Das heutige Resonanzgesetz wird oft so verstanden:

„Wenn ich etwas aussende, kommt es zu mir zurück.“

Das Problem dabei:

  • Es enthält oft eine verdeckte Erwartung
  • Geben wird unbewusst zum Mittel, um etwas zu bekommen
  • Genau das widerspricht dem Wesen des freien Schenkens

Freies Schenken sagt:

Ich gebe nicht, um etwas zu erhalten.
Ich gebe, weil Geben stimmig ist.

Das eine arbeitet mit Erwartung, selbst wenn sie sehr subtil ist.
Das andere ruht in Vertrauen, auch wenn zunächst nichts Sichtbares geschieht.

Wenn jemand wirklich in Resonanz mit bedingungsloser Liebe ist, geschieht Erwartungsfreiheit.
In echter Liebe gibt es kein Kalkül.
Kein inneres Beobachten, ob es funktioniert.
Kein heimliches Hoffen auf Rückfluss.

Dann ist Resonanz kein Werkzeug mehr.
Es ist einfach ein Zustand von Übereinstimmung.

Das Problem entsteht nicht durch das Gesetz, sondern durch die Absicht hinter der Anwendung.
Sobald Liebe benutzt wird, um etwas zu erreichen, ist sie nicht mehr frei.
Sobald Karma benutzt wird, um Belohnung zu sichern, wird es zu einem Handel.

Ein unreifes Bewusstsein nutzt geistige Gesetze, um Sicherheit zu gewinnen.
Ein reifes Bewusstsein vertraut dem Leben, ohne sich auf Gesetze zu stützen.

Denn wenn ich wirklich frei schenke, bin ich automatisch in Resonanz mit Fülle.
Aber ich schenke nicht, um Fülle zu erzeugen.

Die Bewegung ist dieselbe.
Die innere Haltung entscheidet, ob es Handel oder Hingabe ist.

Die Quellen in den alten Yogaschriften:

In den Yogaschriften ist „Dana“ das freie Geben
und „Seva“ der liebevolle Dienst, ohne Erwartung. Es geht um ein Leben im Fluss der Fülle

Jemand gibt: weil es Zeit ist - Wissen fließen will und Liebe sich ausbreiten möchte

Dana und Seva sind zentrale Konzepte, die darauf abzielen, der Gemeinschaft zu helfen. Sie gelten als Ausdruck von Mitgefühl und Liebe. 

Das sind ethische Prinzipien, die vor allem im Karma Yoga und Bhakti Yoga (Yoga des Herzens) verankert sind. 

In der Bhagavad Gita heißt es sinngemäß:

Handeln ohne Anhaftung an die Früchte der Handlung. 

(im Sanskrit als Nishkama Karma bezeichnet)

Das ist exakt das geistige Fundament des freien Schenkens:

  • Du handelst aus Klarheit, Freude und Verantwortung
  • Du lässt das Ergebnis offen
  • Was zurückfließt, fließt nicht als Lohn, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs

Und trotzdem: Es fließt oft etwas zurück

Nicht, weil man es „angezogen“ oder erwartet hat,
sondern weil man sich in den Fluss des Lebens stellt.

 

Der Weg zu wahrer Freiheit und innerem Frieden

Freies Schenken folgt nicht dem Prinzip
„Ich gebe, um zu bekommen“,
sondern dem Prinzip
„Ich handle stimmig und lasse die Wirkung frei.“

Was frei gegeben wird,
darf frei zurückkehren –
aber niemals als Forderung.

Nicht „Resonanz“ im Sinne von Tausch,
sondern Stimmigkeit.

Freies Schenken ist eingebettet in ein größeres Ganzes
und folgt geistigen Gesetzen.
Nicht im Sinne von „geben, um zu bekommen“,
sondern im Sinne von Handeln ohne Anhaftung an das Ergebnis.
Was zurückfließt, darf frei kommen –
zur rechten Zeit und auf seine eigene Weise.

Das ist kein Technik-Yoga, sondern Bewusstseins-Yoga.
Es ist die Basis, auf der alles andere überhaupt rein werden kann.

Ohne Aparigraha:

  • wird Meditation subtil egozentrisch
  • wird Yoga zur Ware
  • wird Spiritualität zur Strategie.

Aparigraha ist das fünfte der fünf Yama (ethische Grundsätze) im Yoga nach Patanjali.

Patanjali war ein indischer Gelehrter und der Verfasser des Yogasutra, des klassischen Leitfadens des Yoga, weshalb er auch als „Vater des Yoga“ bezeichnet wird. 

Aparigraha bedeutet Nicht-Anhaftung, Unbestechlichkeit, Genügsamkeit oder Nicht-Greifen. Es beschreibt die Haltung, materielle Dinge und Erwartungen loszulassen, sich auf das Wesentliche zu beschränken und Vertrauen in den Fluss des Lebens zu haben, ohne zwanghaft an Ergebnissen festzuhalten.

Aparigraha wird oft als der Weg zu wahrer Freiheit und innerem Frieden verstanden, indem man sich von der Last des Haben-Wollens befreit.

Es geht um Vereinfachung, Zufriedenheit, Dankbarkeit,  Flexibilität, Minimalismus, einen nachhaltigen Lebensstil, Mentales Loslassen und Emotionale Unabhängigkeit.

Die Wurzel im Yoga

Als Teil des achtgliedrigen Pfades nach Patanjali fördert Aparigraha innere Ruhe und Freude am Leben.

Es geht um ein Schenken, das nicht ausstrahlt, um Resonanz zu erzeugen, sondern das einfach geschieht, weil das Herz weit ist.

Es ist keine Technik mehr. Keine geistige Strategie. 

Es ist Beziehung. Es ist Hingabe. Es ist Teilnahme am Leben selbst.

Genau dort beginnt dieser weite Zustand von dem die weisen Mönche sprechen.

Sehr förderlich für Aparigraha ist die Freude am Geben bzw. Großzügigkeit und die Dankbarkeit.

Einige werden die Zeilen überfliegen, andere werden die ganze Tragweite dieser Worte spüren, denn Freies Geben ist gelebtes Aparigraha - die Kunst, nichts festzuhalten und dem Leben zu vertrauen:

Patanjali sagt sinngemäß (Yoga Sutra II.39):

Wenn Aparigraha verwirklicht ist, wird Wissen über den Sinn des Lebens klar.

Wenn wir uns darüber klar werden wollen, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen, müssen wir das Haben-Wollen loslassen.

 

Das Gleichnis vom See

Unser Geist bzw. unsere klare Sicht der Realität wird „vernebelt“ von all den Gedanken, Wünschen und Objekten, die wir haben wollen. Sie sind wie aufgewirbelter Schlamm im Wasser eines Sees. 

Erst wenn unser Geist frei davon wird (das Wasser des Sees sich klärt), können wir den Dingen auf den Grund (des Sees) sehen.

In diesem Sinne kann man sagen, dass Aparigraha Energie freisetzt und den Geist klärt. Diese Klarheit entsteht durch das Loslassen der Anhaftungen.

Wenn der Geist klar ist, entsteht ganz natürlich ein Gefühl der Erfüllung und des Friedens. 

(Befreiung und unbeschreibliches Glück)

Das Freie Schenken trägt dazu bei, dass der innere See immer klarer wird.

Weitere bekannte Quellen aus den Yogaschriften (achtgliedriger Pfad nach Patanjali):

Ebenfalls stark berührt beim Freien Schenken: Yama – Asteya (Nicht-Nehmen, was nicht gegeben wird)

Asteya wird oft nur als „nicht stehlen“ übersetzt – aber tiefer bedeutet es:

  • Nicht mehr nehmen, als freiwillig gegeben wird
  • Keine versteckte Erwartung
  • Kein emotionales oder energetisches Einfordern

Beim freien Geben:

  • Du nimmst nichts ein, was nicht aus freiem Herzen kommt
  • Du vermeidest jede subtile Verpflichtung

 

Auf einer sehr feinen Ebene ist Freies Schenken auch: 

Niyama – Ishvara Pranidhana (Hingabe)

Wenn freies Geben aus Vertrauen geschieht, dann ist es:

  • Hingabe an das Größere
  • Vertrauen, dass das Leben trägt
  • Nicht der eigene Wille, sondern ein höherer Fluss

Hier wird freies Geben nicht mehr ethische Übung, sondern spirituelle Haltung

Autobiografie eines Yogi

Im Herzen des freien Schenkens liegt ein Vertrauen, das auch in der Autobiografie eines Yogi von Paramahansa Yogananda spürbar wird.

Auf seinen Reisen beschreibt Yogananda, wie im richtigen Moment immer wieder genau das zu ihm kommt, was gebraucht wird. 

(Nahrung, Unterkunft und Begegnungen)

Es ist, als würde das Leben selbst antworten, wenn der Mensch sich innerlich ausrichtet.

Ein Gedanke, der diesen Geist trägt:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch alles andere hinzugegeben werden.“

(vgl. Paramahansa Yogananda: Autobiografie eines Yogi, deutsche Ausgabe, Kapitel über seine Wanderjahre und Begegnungen mit Heiligen)

Darin liegt eine leise Erinnerung:
Wenn wir uns dem Wesentlichen zuwenden, darf sich vieles von selbst ordnen.

 

Weitere Quellen auch in der Bibel:

Dieses heilige Prinzip erwartungsfrei zu schenken, finden wir übrigens nicht nur in den alten Yogaschriften sondern auch in unserer Kultur:

„Jeder darf selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgefühl. Denn Gott liebt den, der fröhlich gibt.“ 2.Korinther 9,7

„Wenn du Jemandem hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.“ Matthäus 6,3

 

Weitere bekannte Quellen aus Afrika: 

Wir finden dieses Bewusstsein auch in anderen Kulturen wieder:

Ubuntu ist eine tief in der Philosophie des südlichen Afrikas verwurzelte Lebenshaltung, die Menschlichkeit, Gemeinschaft und Verbundenheit betont. Oft übersetzt als „Ich bin, weil wir sind“ (Zulu/Xhosa), beschreibt es das Prinzip, dass wahres Menschsein nur durch Beziehungen und gegenseitige Verantwortung entsteht. Ubuntu fördert Mitgefühl, Gastfreundschaft und Gemeinschaftssinn.

Kurze Geschichte aus Afrika 

Die „U B U N T U“ – Geschichte: 

„ICH bin weil WIR sind“ 

Ein Anthropologe (Lehre vom Menschen) bot Kindern eines afrikanischen Stammes der Xhosa-Kultur ein neues Spiel an. 

Er stellte einen Korb voller Obst in die Nähe eines etwas entfernten Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort sei gewinnt die süßen Früchte. 

Als er ihnen das Startsignal gegeben hatte, nahmen sie sich gegenseitig an den Händen und liefen so gemeinsam zum Baum. 

Dort angekommen, setzten sie sich gemeinsam auf den Boden und genossen ihre Leckereien zusammen. 

Als der Lehrer sie fragte, weshalb sie so gelaufen seien, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, antworteten sie: „Ubuntu“ (das bedeutet) „ ICH bin weil WIR sind“ und erklärten dazu: „wie könnte einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?“ 

Der yogische Hintergrund (einfach & authentisch)

„Vasudhaiva Kutumbakam“ – Die Welt ist eine Familie

(aus den Upanishaden und der vedischen Tradition.)

Das Konzept betont die Verbundenheit aller Lebewesen.

Es bedeutet:

  • Liebe und Verantwortung weiten sich
    von mir → zur Familie → zur Gemeinschaft → zur ganzen Welt
  • Was wir für unsere Familie tun, tun wir nicht gegen Bezahlung
  • Ein Yogi handelt aus Verbundenheit, nicht aus Vertrag

Deshalb haben Yogameister ihre Schüler nicht als Kunden, sondern als Teil eines erweiterten Familienkreises gesehen. 

Aus diesem Verständnis wurde das Wissen frei weitergegeben – so selbstverständlich, wie man auch innerhalb einer Familie gibt, ohne zu rechnen. 

Sie haben es nicht verschenkt weil der Wert fehlte, sondern weil Vertrauen da war: dass das, was aus Liebe gegeben wird, im größeren Fluss des Lebens seinen Weg findet.

 

Zusammenfassend kann man feststellen, dass das Freie Schenken als ethische Grundlagen nicht nur in klassischen Yogaschriften verankert ist, sondern weltweit das Bewusstsein von Menschen prägt.

Freies Schenken ist deswegen ein tragendes Fundament, auf dem sich die ganze Tiefe und Kraft und Reinheit des Yoga entfalten kann.

Danke an alle, die sich Zeit genommen haben, diese uralten Weisheiten zu lesen und mit mir diesen authentischen, ganzheitlichen Yogaweg gehen.

Gemeinsam werden wir die ganze heilende Kraft und Tiefe des ursprünglichen Yoga erleben.

Ich hoffe, dass ich dich etwas inspirieren und eine neue Perspektive schenken konnte.

Mögen Liebe und innere Fülle wachsen – und mögen Mut und Vertrauen entstehen, neue Wege zu gehen.

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